23.04. Demo „Stop Deportation – The right to stay for everybody“ 14 Uhr Augustusplatz

more information & languages: https://asylumseekersmovement.wordpress.com/2016/03/30/stop-deportation-the-right-to-stay-for-everybody/

Stop Deportation – The right to stay for everybody

Join the demonstration on April 23, 2016 at 14:00 o’clock at Augustusplatz!

If you have been in Germany since summer 2014 or longer, you will probably remember non-citizens from Chechnya, whom you used to see in the camps, on the streets, at Sozialamt or Ausländerbehörde, etc. They used to be here because of political, economical and security problems caused by foreign intervention in their country.
But now, almost 2 years later, barely any Chechens are left, because almost all of them got deported back to Chechnya or third countries.

And before, more or less the same story happened to the non-citizens from other nations who were seeking asylum here: they were sent back unofficially to their countries of origin, they had even less chances of getting the acceptance based on their individual cases, and finally, their deportation got legalized by the law.

In 2015, during the beginning of the so-called “refugee crisis” and the arrival of thousands of new non-citizens in Germany, especially from war zones like Iraq and Syria, the German government passed several laws mainly focused on:
– making Germany less attractive for new refugees,
– officially deporting so-called “economic refugees”.

The outcomes of such laws are:
– non-citizens must spend up to 6 months in initial reception centers,
– special centers were built for non-citizens who will get deported just based on their nationality or the Dublin deal,
– Kosovo, Macedonia and Serbia were declared safe countries,
– massive deportation based on nationality started to take place,
– the use of charter flights makes interventions to stop them even harder, or almost impossible.
Massive deportations, in contrast to the so-called “welcome culture”, are happening secretly, without that much media coverage.

In simple words: Germany wants to limit the capacity for refugees, and due to the high number of new asylum seekers, the “old” refugees have to be deported.

Now there are plans to declare Tunisia, Algeria and Morocco safe countries, even though non-citizens from these countries barely have any chances to get asylum right now. Moreover, Germany is putting efforts into establishing “safe areas” in Afghanistan in collaboration with Ashraf Ghani, Afghanistan’s president, and is trying to deport more rejected Afghan refugees to Afghanistan.

Therefore we, “Asylum Seekers’ Movement”, a non-citizen based group, want to raise awareness about the topic among citizens and non-citizens. We want to protest against the negative effects of this practice on people’s lives with an anti-deportation demonstration in the city center of Leipzig on April 23rd.

p.s.: If you are willing to take part in the preparations or want to speak at the demonstration, please contact us and join the demo preparation meetings, which are taking place every Tuesday.

Contact us:
e-mail: asylum.seekers.movement@gmail.com
FB: /AsylumSeekersMovement
twitter: @AsylumMovement

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Abschiebung stoppen – Bleiberecht für alle

Kommt zur Demo am 23. April 2016 um 14:00 Uhr am Augustusplatz!

Wenn ihr schon seit Sommer 2014 oder länger in Deutschland seid, werdet ihr euch wahrscheinlich an Non-Citizens aus Tschetschenien erinnern, die ihr in Lagern, auf der Straße, beim Sozialamt oder der Ausländerbehörde, etc. gesehen habt. Sie waren hier wegen politischer und finanzieller Probleme, die durch ausländische Intervention in ihrem Land verursacht wurden.

Aber jetzt, fast 2 Jahre nach diesem Sommer, sind kaum noch Tschetschen*innen hier, denn fast alle wurden nach Tschetschenien oder in Drittstaaten abgeschoben.

Das Gleiche passierte vorher schon Non-Citizens aus anderen Nationen, die hier Asyl suchten; sie wurden inoffiziell in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt, sie hatten noch weniger Aussicht auf Anerkennung ihres Asylantrags auf Basis ihres individuellen Falls, und letztendlich wurde ihre Abschiebung per Gesetz erlaubt.

Gleichzeitig mit der sogenannten “Flüchtlingskrise” und der Ankunft tausender neuer Non-Citizens in Deutschland, besonders aus Kriegsgebieten wie dem Irak und Syrien verabschiedete die deutsche Regierung 2015 mehrere Gesetze, die zum Ziel hatten:
– Deutschland weniger attraktiv für neue Geflüchtete zu machen,
– sogenannte “Wirtschaftsflüchtlinge” offiziell abzuschieben.

Die Folgen solcher Gesetze:
– Non-Citizens müssen bis zu 6 Monate in Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben,
– eigene Abschiebelager wurden errichtet für Non-Citizens, die auf Grund ihrer Nationalität oder der Drittstaatenregelung abgeschoben werden sollen,
– Kosovo, Mazedonien und Serbien wurden zu sicheren Herkunftsländern erklärt,
– es wurde mit massenhaften Abschiebungen auf Grund der Nationalität begonnen,
– der Einsatz von Charterflügen macht es schwer bis unmöglich die Abschiebung zu blockieren.
Im Gegensatz zur sogenannten “Willkommenskultur” werden solche Massenabschiebungen unbemerkt durchgeführt, ohne große Berichterstattung in den Medien.

Kurz gesagt: Deutschland will die Kapazitäten für Geflüchtete begrenzen, und wegen der großen Zahl neuer Asylsuchender müssen die “alten” Geflüchteten abgeschoben werden.

Nun gibt es Pläne, Tunesien, Algerien und Marokko zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, obwohl Non-Citizens aus diesen Ländern zur Zeit ohnehin kaum Chancen auf Asyl haben. Außerdem strebt Deutschland in Zusammenarbeit mit Ashraf Ghani, dem afghanischen Präsidenten, die Errichtung von “Schutzzonen” an und versucht zunehmend, abgewiesene afghanische Geflüchtete nach Afghanistan abzuschieben.

Deshalb wollen wir, “Asylum Seekers’ Movement”, eine Gruppe von Non-Citizens, auf dieses Thema aufmerksam machen und gegen die negativen Auswirkungen dieser Praxis auf das Leben der Menschen protestieren – mit einer Anti-Abschiebungs-Demo im Zentrum von Leipzig am 23. April.

P.S.: Wenn ihr an der Vorbereitung teilhaben oder auf der Demo sprechen wollt, kontaktiert uns und kommt zu den Vorbereitungstreffen jeden Dienstag.

Kontaktiert uns:

e-mail: asylum.seekers.movement@gmail.com
FB: /AsylumSeekersMovement
twitter: @AsylumMovement

Geh an die Spitze

1.Mai: Auf nach Plauen den Naziaufmarsch verhindern

Wie jedes Jahr nutzen Neonazis den ersten Mai um mehrere Aufmärsche durchzuführen. Der größte Aufmarsch wird in diesem Jahr von der neonazistischen Partei der III.Weg in Plauen stattfinden. Aus diesem Grund organisieren Antifaschist_innen vor Ort unter dem Motto „Time to Act – Nationalismus ist keine Alternative“ Gegenaktivitäten. Alle Infos gibt’s unter http://plauen0105.blogsport.eu/

Von Leipzig aus gibt es eine gemeinsame Busanreise. Tickets gibt’s für 10€ in folgenden Locations:

  • El Libro (Bornaische Straße 3d in Connewitz)
  • Lazy Dog (Wolfgang-Heinze-Straße 40 in Connewitz)
  • Vleischerei (Zschochersche Str. 23 in Plagwitz)
  • Zu Spät (Kippenbergstraße 28 in Reudnitz)

Weiterhin organisieren die Antifa Klein-Paris gemeinsam mit the future is unwritten am 20.04. um 19 Uhr im Conne Island eine Informationsveranstaltung. Hier bekommt ihr alle relevanten Infos zum Tag selbst.

DAS WOHNEN LERNEN? UNTERBRINGUNGSPRAXIS VON GEFLÜCHTETEN UND WEGE ZUM SELBSTBESTIMMTEN WOHNEN

DAS WOHNEN LERNEN? UNTERBRINGUNGSPRAXIS VON GEFLÜCHTETEN UND WEGE ZUM SELBSTBESTIMMTEN WOHNEN

Datum: 12.03.2016

Ort: Geisteswissenschaftliche Zentrum, Beethovenstraße 15, Leipzig

Veranstalter*innen: Initiativkreis: Menschen.Würdig. Kulturbüro Sachsen e.V.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 1. März 2016 an unter: http://anmeldung.menschen-wuerdig.org

Sprachmittlungswunsch kann bei der Anmeldung angefordert werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen hier: http://menschen-wuerdig.org/symposium

Programmflyer (PDF): http://www.menschen-wuerdig.org/wp-content/uploads/2016/02/Symposium12032016_deutsch_1602.pdf

Die Unterbringung von Geflüchteten in Sammelunterkünften ist seit den 1980er Jahren gesetzlich vorgeschrieben und bleibt im politischen wie auch sozialpädagogischen Diskurs bis auf Aus- nahmen unangetastet. Dabei bedeutet sie vor allem für die Betroffenen die Einschränkung der Selbstbestimmtheit, sie führt zu Isolation und verhindert Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Diese gegenwärtige Praxis ist sozialpolitisch der Wohnungs- losenhilfe entlehnt. Ihr stehen US-amerikanische wie europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe gegenüber: Sie operieren be- reits erfolgreich nach dem Prinzip housing first. Ziel des Symposiums ist dementsprechend neben einer Analyse der Wohn- und Lebenssituation von Geflüchteten, US-amerikanische und europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe den gegenwärtigen Praxen gegenüber zu stellen und zu diskutieren.

Der erste Teil des Symposiums gibt mit Impulsvorträgen einen orientierenden Einblick in die Thematik. Des Weiteren werden aus einer machtkritischen Perspektive die systematischen Entrechtungen Feflüchteter in der Unterbringungspraxis in Deutschland analysiert. Neue Entwicklungen der sozialen Arbeit werden in den Blick genommen und durch die Vorstellung des Konzeptes housing first wird ein Einstieg in die fundierte Diskussion darüber gegeben. Letztlich soll eine Willkommens- kultur für Geflüchtete als Bewährungsfeld für die solidarische Stadtentwicklung der Zukunft erörtert werden.

Im zweiten Teil des Symposiums vertiefen Workshops, die von Aktivist*innen mit und ohne Fluchterfahrung und Forscher*innen geleitet werden, diesen Einblick. Im Werkstattformat werden hier Spielräume einer möglichen gesellschaftlichen Neuorientierung jenseits gegenwärtiger Denkblockaden und Perspektivverengungen ausgelotet. Im Austausch mit den verschiedenen Aktivist*innen, Forscher*innen und Akteur*innen des Wohnungsmarktes verhandeln die Teilnehmer*innen entlang der konkreten Frage des selbstbestimmten Wohnens Aspekte der gesellschaftlichen Teilhabe und der (Un-)Möglichkeiten solidarischer und partizipatorischer Stadt- entwicklung.

Programm:

09.00 – 09.30 Uhr Kaffee & Tee

09.30 – 09.45 Uhr Begrüßung durch den Initiativkreis: Menschen. Würdig. & Bernd Mesovic (Pro Asyl)

09.45 – 10.20 Uhr Asylunterbringung im Bundesvergleich Kay Wendel, Brandenburgischer Flüchtlingsrat

10.20 – 11.00 Uhr Das Lager. Ort der Exklusion Napuli Paul, Menschenrechtsaktivistin, aktiv beim Protestcamp am Oranienplatz, Berlin Henrik Lebuhn, Humboldt-Universität Berlin

11.00 – 11.35 Uhr Wohnfähigkeit als grundgesetzwidriger Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe Alexander Klose, Humboldt-Universität Berlin

11.35 – 11.50 Uhr Kaffee & Tee

11.50 – 12.25 Uhr Wohnungslosenhilfe als Modell für Asylunterbringung? Housing first – Empowerment als Paradigma moderner Sozialbetreuung Sam Tsemberis, Department of Psychiatry, Columbia University Medical Center & Pathways to housing, NYC, USA

12.25 – 13.00 Uhr Willkommenskultur als Bewährungsfeld für die soziale Stadtentwicklung Jan Kuhnert, KUB Kommunal- und Unternehmensberatung Gmbh, ehem. Vertrauensperson des Mietenvolksentscheid Berlin

14.00 – 18.00 Uhr Workshops

#1 Selbstbestimmtes Wohnen von Geflüchteten Women in Exile, No Bunker (Genf), Wij zijn hier (Amsterdam)

#2 Housing first: Lehren aus der Wohnungslosenhilfe Klaus Maurer (Volkshilfe Wien) & Sam Tsemberis (Columbia University)

#3 Kampf um Anerkennung & Teilhabe Women in Exile & Philipp Schäfer (Universität Konstanz)

#4 Willkommenskultur & solidarische Stadtentwicklung (Kulturbüro Sachsen e.V. & Stadt für Alle)

Während der Workshops: Kaffee & Tee

18:00 – 18.30 Uhr Pause

18:30 – 19.30 Uhr Abschlussdiskussion

Wissenschaftliche Begleitung und Beratung: Prof. Flam, Soziologie Universität Leipzig Kooperationspartner*innen und Förderung:

  • Antonio-Amadeu-Stiftung
  • Pro Asyl
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
  • Stadt für Alle Leipzig
  • StuRa Universität Leipzig
  • weiterdenken: Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
  • Women in Exile & Friends, Berlin
  • Fachschaftsrat Politikwissenschaft Uni Leipzig
  • Fachschaftsrat Soziologie Uni Leipzig
  • Fachschaftsrat Kulturwissenschaften Uni Leipzig

01.-03.04. Time to Act: Antifaschistischer Jugendkongress in Chemnitz

alle Infos gibt es auf https://timetoact.noblogs.org

Wir dokumentieren an dieser Stelle den Aufruf

English below

Es ist kalt in Deutschland: Nazis patrouillieren durch die Straßen, tagtäglich gibt es Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte, ständig dasselbe rassistische Stammtischgelaber bei der AfD oder beim örtlichenPegida-Ableger und es steht schon wieder eine Asylrechtsverschärfung an. Wir finden das zum kotzen!

Wenn es euch auch so geht und ihr zusammen mit anderen was dagegen tun wollt, dann kommt zum antifaschistischen Jugendkongress (JuKo) nach Chemnitz!

Vom 1.-3. April erwartet euch ein breites Programm. So gibt es beispielsweise Workshops dazu wie ihr einen Schulstreik organisieren oder eure eigene Gruppe gründen könnt, und was es über Demonstrationen zu wissen gibt. Ihr könnt euch ausprobieren mit Flyergestaltung, Streetart, Selbstverteidigung und vielem mehr. Außerdem gibt es spannende Workshops zu inhaltlichen Themen wie Neonazi-Organisationen, Antirassismus, Feminismus und Kapitalismuskritik. Das komplette Programm findet ihr auf unserer Website.

Zusammen wollen wir uns mit der Gesellschaft, in der wir leben, beschäftigen.

Das ganze Wochenende lang werden wir uns austauschen, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln, mit euch kritisieren und uns für weitere Aktionen vernetzen. Der JuKo soll neue Perspektiven eröffnen für alle, die sich antifaschistisch, feministisch und antirassistisch organisieren wollen, dies vielleicht schon tun oder einfach nur mehr darüber erfahren wollen, wie man zusammen was verändern kann.

Der Kongress ist kostenlos, es gibt ausreichend Pennplätze und auch für Essen und Getränke wird gesorgt – meldet euch einfach auf der Internetseite an und verbringt ein abwechslungsreiches, politisches und entspanntes Wochenende mit uns in Chemnitz.

Veranstaltet von: Vaag Ost (Vernetzung antifaschistischer und antirassistischer Gruppen Ost)
In Kooperation mit: Projekt Verein e.V./Conne Island
Gefördert durch: Rosa-Luxemburg-Stiftung

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ENGLISH VERSION

It is getting colder in Germany: fascists are roaming the streets again, refugees and their shelters are beeing attacked every day, the far-right AFD party is fueling the debate with their xenophobic slogans and is plowing the breading ground for the PEGIDA movement. All this is followed by a further tightening of the asylum law: We think that’s absolutely sickening!

You and your friends are having a similiar feeling? It is time to act! Come and join our antifascist youth camp in the city of Chemnitz!

From 1 – 3 April 2016 you can participate in a variety of workshops: From organising a schoolstrike to know-how on demonstrations or the basics on founding an antifascist youth group. You can try to create your own fl yers, learn about streetart and participate in workshops on self-defence. Contentwise there will be workshops on the topics of antiracism, feminism and anticapitalism as well as information about the fascist movement in Saxony. You can fi nd the whole programm on our webpage.

Together we want to analyze the society we live in today.

A whole weekend we want to develop new oportunities for action, share our thoughts together, criticize together, laught together and connect eachother. JUKO is supposed to open new perspectives for everyone trying to organize their lives in an antifascist, feminist and antiracist way. No matter if you are already part of a group or if you are just curious and want to self-organize!

Your parents cut off your pocket money again? No problem: The JuKo is for free! We have enough space for accomodation. We will take care of food and drinks – Just sign in on our webpage, grab your friends and have a good time!

03.03. Praktikant_innen der Zivilgesellschaft? Zur asylpolitischen Rolle des Staates

03.03.2016, 19 Uhr, Institut für Zukunft (IfZ, An den Tierkliniken 38, Leipzig)

Der deutsche Staat nimmt sich aus der Verantwortung bessere Infrastrukturen und Möglichkeiten für Geflüchtete zu schaffen zurück. Innovative Ansätze von Privatwirtschaft, Kommunen und freien Trägern im Bereich der Asylhilfe werden hingegen mit Auszeichnungen und Anerkennung der Politik überschüttet. Immer öfter wird argumentiert, dass Bürger*innen den Staat unterstützen sollen, da dieser finanziell und strukturell überfordert sei.

Praktische Solidarität ist angesichts der ­ politisch selbsterzeugten ­ hiesigen menschenunwürdigen Verhältnisse für Geflüchtete alternativlos. Doch besteht hierbei auch die Gefahr sich an der Etablierung einer neoliberalen Flüchtlingspolitik zu beteiligen? Wenn die freiwillige Hilfeleistung zum Bestandteil des staatlichen Kalküls wird, entwickelt sich das Recht auf Asyl zu einer humanitären Geste und wird damit abhängig von der individuellen Wohltätigkeit der Bürger*innen?

In einem Gespräch mit Johanna Bröse und The Future Is Unwritten sollen Ambivalenzen und Problematiken privater und ehrenamtlicher Hilfsstrukturen und der damit verbundenen Neoliberalisierung der Flüchtlingspolitik diskutiert werden. Gleichzeitig soll es um die Frage gehen, worin die Aufgabe eines Nationalstaats hierbei eigentlich besteht und was qua Begriff gar nicht erst von ihm erwartet werden sollte.

Johanna Bröse (Netzwerk Flüchtlingsforschung, Uni Tübingen)

the future is unwritten – Leipzig

DIe Veranstaltung wird von der Amadeu Antonio Stiftung finanziell unterstützt.

25.02. Demo gegen das Asylpaket II

+++ Donnerstag, 25.02. 16 Uhr Augustusplatz +++

Anfang Februar hat die Große Koalition eine weitere Asylrechtsverschärfung beschlossen, die in wenigen Tagen den Bundestag passieren soll. Bei diesem sogenannten “Asylpaket II” handelt es sich – wie Pro Asyl treffend formuliert – um nichts anderes als “ein Sammelsurium von Abschreckungsmaßnahmen”, um “einen Frontalangriff auf das individuelle Recht auf Asyl”. Menschen und Menschenrechte werden – inzwischen schon ein Charakteristikum deutscher und europäischer Asylpolitik – zu bloßen Objekten migrationspolitischer Erwägungen.

Die Folgen für die Betroffenen wären gravierend. Das Gesetz würde Familien trennen, Ausflüge in den Nachbarort unverhältnismäßig sanktionieren, Leben und Gesundheit zugunsten von Abschiebungen stark gefährden und letztlich tausenden Menschen die Chance auf ein faires Verfahren versagen. Noch dazu werden die ohnehin schon menschenunwürdigen Leistungssätze noch weiter gekürzt.

Deshalb fordern wir: Keine Umsetzung des „Asylpakets II“! Lasst uns diese weitere Unmenschlichkeit, getarnt im Mantel eines neuen Asylpakets, dieses Mal verhindern! Für ein menschenwürdiges, für ein starkes Menschenrecht auf Asyl!

10.02. Fotodokumentation „Momentaufnahmen von der Balkanroute“

Momentaufnahmen von der Balkanroute
Vortrag und Diskussion am Mittwoch den 10.02.2015
19 Uhr in der Meuterei (Zollschuppenstraße 1)

Zwei der Autoren der Multimediareportage “Momentaufnahmen von der Balkanroute”(www.flucht-wege.eu) werden mit einem Fotovortrag von ihren Erfahrungen berichten sowie über die aktuelle Situation auf der Balkanfluchtroute informieren. Alle Interessierten und Aktiven sind eingeladen im darauf folgenden Gespräch ihre Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Interventionsmöglichkeiten zu diskutieren.

Widerstand gegen Legida lebte neu auf!

Am 1. Februar stellten wir uns gemeinsam mit 600 Antifaschist*innen dem rassistischen Legida-Aufmarsch entgegen. Es war die erste Legida-Demonstration seit dem Legida-Geburtstag und den Nazi-Angriffen auf Connewitz am 11. Januar dieses Jahres. Wir wollten an diesem Tag mit Nachdruck auf den Zusammenhang zwischen Legida und den Attacken auf Connewitz hinweisen. Darüber hinaus wollten wir den aktuellen Trend zur Kriminalisierung und Diffamierung von antifaschistischem Engagement in Leipzig zum Gegenstand unserer Kritik machen.

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Jetzt erst recht! Demo gegen Legida am 1.2., 17:30 am Südplatz

Für ein Ende der Gewalt! Demo gegen Legida am 1.2.’16

Gegen Naziterror, sächsische Extremismusdoktrin und Legida-Brandstifter*innen:
Am Montag den 1. Februar um 17.30 am Südplatz auf die Straße, gegen die Rassist*innen und Faschist*innen von Legida!

Der Flyer zum Runterladen und selbst ausdrucken

Die Geschehnisse vom 11.1., dem „Legida-Geburtstag“, dürfen nicht unkommentiert bleiben. Am Abend des einjährigen Bestehens von Legida, verabredeten sich 250 rechte Hooligans und Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet und Österreich, zu einem gezielten Angriff auf Connewitz. Während auf der Bühne in der Innenstadt die Demagogen von Legida das übliche Potpourri aus Rassismus und Menschenfeindlichkeit verbreiteten und Hannes Ostendorf, Sänger der Hooligan-Rechtsrock-Band „Kategorie C“ das Lied „Leipzig gegen Salafisten“ anstimmte, marodierte der faschistische Mob durch den links-alternativen Stadtteil Connewitz. Bilanz des Abends waren 21 zum Teil schwer beschädigte Geschäfte, Imbisse, Kneipen, Wohnungen und verletzte Menschen. Die Polizei kam trotz eines Großaufgebotes zu spät, konnte aber dennoch viele der Neonazis festnehmen.
Bereits im Vorfeld gab es mehrere Hinweise und öffentliche Äußerungen neonazistischer Gruppen einen „Sturm auf Leipzig“ zu planen, diesen gingen Polizei und Verfassungsschutz jedoch nicht nach. Viele der festgenommenen Neonazis wurden aus ehemaligen Legida-Aufmärschen wiedererkannt. Seit mehr als einem Jahr haben die Übergriffe, Hetzveranstaltungen und Brandschläge stetig zugenommen. Die Gewalt richtet sich dabei gegen Geflüchtete, sogenannte „Volksverräter“, Vertreter*innen der „Lügenpresse“ und linke Politker*innen.
Legida ist als Ausdruck, Katalysator und Stichwortgeber dieses Gemischs zu betrachten. Dieses offensichtliche Gewaltpotential, das aus der rassistischen und menschenverachtenden Grundstimmung resultiert, wird von staatlicher Seite relativiert und verkannt. Gleichzeitig wird antifaschistischer und zivilgesellschaftlicher Gegenprotest vom sächsischen Verfassungsschutz als „extremistisch“ eingestuft und unter strengsten Auflagen beobachtet.

Am 1. Februar kann nur der gemeinsame zivile Ungehorsam Legida eindämmen und ein klares Zeichen gegen rassistische und menschenverachtende Einstellungen in Leipzig setzen. Lassen wir die Geschehnisse in Connewitz nicht unkommentiert.

Wir lassen uns nicht einschüchtern. Weder durch die Repressionsbehörden, noch durch Neonazis.

Legida entgegentreten! Verfassungsschutz abschaffen! – für ein Ende der Gewalt!

Pressemittleiung vom 20.01. zu den Zuständen im provisorischen Zeltlager am Deutschen Platz Platz

+++ Geflüchtete Menschen aus der Unterkunft klagen über Mängel & Versäumnisse Seitens der Verwaltung +++ wenig warmes Wasser, mangelhafte medizinische Versorgung & Konflikte mit dem Sicherheitspersonal +++ Unterbringung in Zelten kann keine Lösung sein +++

Am Montag, den 18.1.2016 fand nahe dem Zeltlager am Deutschen Platz eine Solidaritäts Kundgebung statt. Zirka 80 Menschen folgten dem Aufruf von „Refugees Welcome- Leipzig“ um „Angemessene Unterbringungsbedingungen für Geflüchtete“ einzufordern. „Ich bin mit meiner Familie vor Bomben geflohen. Hier in Deutschland werde ich seit Wochen, Monaten hin und her geschoben.“ so ein Geflüchteter aus Syrien. Nach Aufenthalten in verschiedenen Städten und der Erstaufnahme in Sachsen ist er nun mit Frau und Kindern in Leipzig gelandet. Über die Unterbringung in Zelten ist er entsetzt. „Dies ist vielleicht eine Variante für ein paar Tage, aber nicht für Wochen und Monate“.

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