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Legida am 09.11. – kein Montag wie jeder Andere!

Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des studentischen Bündnis „Legida Läuft Nicht!“ zur Demonstration am 09.11. um 17 Uhr an der Moritzbastei:

Seit Januar 2015 marschiert nahezu wöchentlich LEGIDA durch Leipzig. Schon in den Anfängen wurde deutlich, dass die vermeintlich „besorgten Bürger“ tatsächlich eine Melange aus Rassist_innen, Antisemit_innen und gewaltbereiten Nazis sind, die gegen Geflüchtete, Muslim_innen und Andersdenkende hetzen.

Schien die Zahlvon mehreren tausend LEGIDA-Teilnehmer_innen im Frühjahr abzunehmen, so ist aktuell festzustellen, dass die Zahl wieder steigt. Mit der „Offensive für Deutschland“ kamen weitere Demonstrationen der extremen Rechten hinzu. Diese gewinnt im aktuellen gesellschaftlichen Klima an Selbstvertrauen. Fast täglich brennen Asylunterkünfte in Deutschland und auch Bedrohungen und tätlicheAngriffe auf Geflüchtete, People of Color ¹, Linke, Journalist_innen und Politiker_innen nehmen zu. Der Staat reagiert wie auch in den 90er Jahren auf den rassistischen Konsens mit einer erneuten Verschärfung des Asylrechts, durch welche geflüchtete Menschen weiter kriminalisiert, schikaniert und isoliert werden. Diese Politik bestätigt Rassist_innen und Nazis in ihrem Tun.

Jüngst bedrohten auch im Hauptbahnhof dieser Stadt Nazis Gegendemonstrant_innen mit Stangen und einem Messer. Die Polizei vor Ort sah es nicht einmal als notwendig an, die Personalien der angreifenden Nazis aufzunehmen. Auch an anderen Stellen in der Stadt trauen sich Menschen inzwischen offen ihre menschenverachtende und nazistische Gesinnung zum Ausdruck zu bringen.

Diese gesellschaftliche Entwicklung ist besorgniserregend. Es ist unerträglich, wenn Rassist_innen und Nazis aufmarschieren, den öffentlichen Raum einnehmen und ihre menschenverachtende Hetze verbreiten können – egal wo und wann. Nun möchte LEGIDA jedoch auch für den 9.11. mobilisieren, den Jahrestag der Reichspogromnacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im gesamten Deutschen Reich systematisch Synagogen und andere jüdische Einrichtungen sowie Wohnungen und Geschäfte jüdischer Menschen zerstört und Jüd_innen ermordet und in den Suizid getrieben. Es ist noch unerträglicher, wenn die organisierte Rechte und rassistische Bürger_innen an diesem historischen Tag durch die Stadt marschieren, vorbei an Gedenkstätten jüdischer Personen, deren Gedenken dabei mit Füßen getreten wird.

Wir werden nicht zulassen, dass LEGIDA an diesem Tag in Leipzig ungestört marschiert! Wir werden auf die Straße gehen und deutlich machen, dass es für Rassismus und Antisemitismusin dieser Stadt keinen Platz geben darf!

Rechter Hetze widersetzen!

Kommt alle zur Demonstration um 17.00 Uhr am 9.11.15. Treffpunkt ist die Moritzbastei.

Weitere Infos gibts in der Facebook Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/847157245401831/

¹ People of Color ist eineSelbstbezeichnung von negativ von Rassismus betroffenen Menschen.

11.11. Meuterei „Frontex – Dublin – Hotspots“

Europäisches Grenzregime und die Kontinuität der Abschottung

30.000 Tote seit 2000, die versuchten in der Europäischen Union Asyl zu beantragen, der Ausbau der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Abkommen mit der Türkei und der Khartoum-Prozess sowie die Schaffung von Hotspot – Massenlager an der EU-Außengrenze -, diese Maßnahmen stehen für die jahrelange Abschottung Europas gegenüber Personen ohne offizielle Einreisedokumente, insbesondere gegenüber Geflüchteten.
An dem Abend sollen die einzelnen Mechanismen und derzeitigen Beschlüsse der europäischen Ebene vorgestellt werden und Handlungsmöglichkeiten gegen diese menschenfeindliche Politik diskutiert werden.

Eine Veranstaltung der Antifa Klein-Paris (AKP)

Die Veranstaltung beginnt 19 Uhr in der Meuterei (Zollschuppenstraße 1)

08.11. Conne Island »Antifa Gençlik. Eine Dokumentation (1988-1994)«

Die Antifasist (Antifa) Gençlik wurde 1988 in Berlin an der Schnittstelle migrantischer Vereinskultur, Jugendbanden des Kiez und autonomer antifaschistischer Politik gegründet. Bald bildeten sich Antifa-Gençlik-Gruppen in mehreren deutschen Städten und darüber hinaus. Mitte der 1990er Jahre lösten sich die Strukturen als Folge staatlicher Repression auf. Bis heute stellt die Antifa Gençlik einen einzigartigen Organisationsansatz im Kontext autonomer und antifaschistischer Politik in Deutschland dar.

Das Buch »Antifa Gençlik. Eine Dokumentation (1988-1994)« dokumentiert die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Organisation anhand von Artikeln, Diskussionspapieren und Interviews, die von 1988 bis 1994 erschienen. Zusätzlich beinhaltet es den bisher unveröffentlichten Erfahrungsbericht eines ehemaligen Mitglieds sowie Begleittexte zur historischen Verortung und gesellschaftlichen Bedeutung der Antifa Gençlik.

Mit einer Veranstaltung, in dem das Buch vorgestellt wird, soll dessen Anspruch, einen Beitrag zur Dokumentation linker Bewegungsgeschichte zu leisten und Debatten zu antifaschistischem Widerstand, migrantischer Selbstorganisation, linken Bündnissen und antirassistischer Politik anzuregen, nach gekommen werden.

Die Buchvorstellung erfolgt durch Çagri Kahveci, der den 3. Teil des Buches, welches als Nachwort dient, verfasst hat.

Eine Veranstaltung der Antifa Klein-Paris (AKP).

Die Veranstaltung beginnt 19 Uhr im Conne Island (Koburger Straße 3)

Die Veranstaltung findet auf deutsch statt, es wird Übersetzungen in englisch und arabisch geben.

24.10. Demonstration in Erinnerung an Kamal K.

Im Oktober 2010 wurde Kamal K. am Leipziger Hauptbahnhof von zwei Neonazis ermordet. Wie bereits in den vergangengen Jahren organisiert die Gruppe „Rassismus tötet! Leipzig“ eine Demonstration in Erinnerung an Kamal K. und alle anderen Todesopfer rechter Gewalt (in Leipzig sind dies mindestens 7 weitere).Die Demonstration startet am 24.10. um 14 Uhr vom Markt. Den Aufruf und weitere Informationen zur Demonstration findet ihr auf der Website von Rassismus tötet! Leipzig.

Im Vorfeld der Demonstration finden mehrere Veranstaltungen statt.

So organisiert der Initiativkreis Antirassismus am 20.10. im Rathaus die „Leipziger Rede“. An diesem Abend werden Menschen über ihre Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung sprechen. Einlass ist 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Weiterhin findet am 22.10. ein Rundgang zu Todesopfern rechter Gewalt statt. Dieser startet 17 Uhr an der Kirche am Schletterplatz.

Schlussendlich ist die Ausstellung „Die verschwiegenen Toten. Todesopfer rechter Gewalt“ noch bis zum 23.10. im Hörsaalgebäude der Universität zu sehen. Sie steht in der zweiten Etage.

Den PEGIDA-Geburtstag am 19.10. in Dresden zum Desaster machen!

Am Montag dem 19.10. feiert PEGIDA einjähriges Bestehen. In Dresden organisieren aus diesem Grund verschiedenste Gruppen Gegenprotest: Wir unsterstützen den Aufruf der Gruppen Ausser Kontrolle, e*vibes, Polar und der Undogmatischen Radikalen Antifa Dresden. Diese mobilisieren zu einer Demonstration 17:30 ab Bahnhof Mitte.

Aus Leipzig wird es durch Leipzig nimmt Platz eine gemeinsame Busanreise geben. Die Busse fahren zwischen 16 und 17 Uhr vom Hauptbahnhof Ostseite los. Es empfiehlt sich zeitiges dasein und somit ein Platz in einem der ersten Busse zu sichern, da die PEGIDA-Veranstaltung (nach aktuellen Informationen nur eine Kundgebung) bereits 18.30 Uhr beginnt. Alle Infos zur Anreise gibt es auf der Webite von Leipzig nimmt Platz.

Statement von Refugees aus der Messehalle 4

Wir dokumentieren an dieser Stelle ein Statement von Refugees aus der Messehalle 4. Spread it!

We, people from the messe halle 4, want the public to know about the current situation inside our camp. After the end of the protest camp,last weekend, we realised a reactionary behaviour from the administration of the camp.

It’s clear for us, that the general situation is not be changed soon, but new aspecta are added to our daily humiliation and bad living condtion inside the messe halle 4.

Since the 12th of October the air inside the hall is very bad. It s clear, accordning to the chief of the camp, that the level of toxic in the air has a dangerous percentage. People become sick by breathing the air and different allergic reaction showed up. At least six people are hospitalised outside of the camp.

In the same moment, the doctors voulnteering in the messehalle , are not enough to provide basic medical supply. This lack of basic supply is existing since the opening of the camp.
Several deseases were spread and people can’t help themselves.

We want to highlight that still more people are braught to the camp, in a lack of concrete vision from the responsibles to solve the problem.

The accileration of the registration process was not fullfiled and a lot of people are already waiting for registration more than 1 month and 10 days ,since the first day the camp was opend.

No charity, basic humanrights!

16th of October 2015, Leipzig

Soliparty im IfZ am 16.10.

Politische Arbeit kostet Geld. Aus diesem Grund brauchen wir auch welches. Dankenswerterweise unterstützt das „Institut für Zukunft“ uns und unser Anliegen und wir können dort am 16.10. gemeinsam mit euch eine große Party feiern. Sagt es weiter und kommt vorbei!

Im Voraus wird der Film eines Mitglieds von REFUGEES4CHANGE aus Hamburg gezeigt, der Migrant*innen auf ihren klandestinen Reiserouten begleitete und auch am „Marsch für die Freiheit“ von Straßburg nach Brüssel teilnahm, mit dem 400 Aktivist*innen im Sommer 2014 „gegen die rassistische Migrations- und Grenzpolitik der EU“ demonstrierten. Ein anderes Mitglied der Gruppe wird anschließend weitere Projekte der Gruppe vorstellen und Fragen beantworten.

Line Up

21:00

Screening Dokumentarfilm “BOZA”

 

23:00

Si.Kurd

sra

Hausbach&Oetikers

DJ Tschüss Ey

Dibo

Fredi Sirocco

ANTR

L’Allure

Club Malte

Alle Infos zum geplanten OfD-Aufmarsch auf einen Blick

Die „Offensive für Deutschland“ will am Samstag in Grünau marschieren. Dies wollen wir nicht unkommentiert lassen und rufen dazu zu Gegenprotest auf. Den Aufruf findet ihr hier.

Unsere Demonstration unter dem Motto „OfD in die Defensive drängen!“ startet 14.30 Uhr ab Adler und wird nach Grünau in die Nähe der Naziroute führen.

Naziroute:Start 17 Uhr hinter dem Allee-Center, Alte Salzstraße, Ringstraße, Ratzelstraße, Mannheimer Straße und wieder zurück zum Ausgangspunkt

Hashtag:  #noofd #le1710

Kartehttps://www.google.com/maps/d/viewer?mid=z_t_m3UOlpio.kI-30NYCIJhA